Warum ich nichts von Neujahrsvorsätzen halte

So ihr Lieben, das neue Jahr ist nun endgültig angebrochen! Und für sehr viele ist das neue Jahr ein willkommener Zeitpunkt sich Vorsätze zu setzen. Die Top 3, die ich bisher so gehört habe:

1. Bis zu diesem Sommer erreiche ich endlich meine Traumfigur.
2. Ab Jänner esse ich keine Süßigkeiten mehr.
3. Im nächsten Jahr werde ich 5x die Woche Sport treiben, täglich dehnen und zusätzlich 2x laufen gehen.

Versteht mich nicht falsch, ich finde es natürlich eine gute Sache sich vorzunehmen gesünder zu essen und mehr Sport zu machen. Aber ich weiß einfach, dass Vorsätze die man lange lange vor sich herschiebt und schlagartige Veränderungen genauso oft zu Frustration führen können. Und Frust führt wiederum sehr oft zum Scheitern der Vorsätze. Und die gescheiterten Vorsätze des Jahres 2018 bringen uns dann zu den neuen Vorsätzen in 2019 und so weiter und sofort, ich denke ihr wisst worauf ich hinaus will.

Wenn man etwas ändern möchte, ganz egal in welchem Bereich, dann soll man das tun. Aber das geht zu jedem Zeitpunkt im Jahr und es muss nicht der Jahreswechsel sein. Und gerade ein gesunder Lebensstil braucht eine gewisse Routine und ich halte einfach wesentlich mehr von langsamen, aber dafür nachhaltigen Veränderungen.

Du willst regelmäßiger Sport treiben und hast das bisher nie langfristig geschafft6? Dann versuche 2x die Woche einzuhalten. Das läuft gut? Dann steigere auf 3x. Aber starte nicht von 0 auf 5x, um dann 2 Wochen später wieder den Spaß daran zu verlieren.

Du willst gesünder essen? Dann zwing dich nicht ein Monat lang nur Salat und Obst zu essen, um am Ende solche Cravings auf Junk Food zu haben, dass kein Brokkoli dieser Welt dich von den McDonalds Fries abhalten kann. Analysiere lieber ein bisschen dein Essverhalten, überlege woran es bisher gescheitert ist und stelle langsam um.

Du willst auf der Uni bessere Noten schreiben? Dann mach dir sinnvolle Lernpläne und teile dir deine Zeit gut ein. Ackere dich nicht in ein Burn Out, um am Ende jede Freude am Studium (und Leben) zu verlieren.

Außerdem finde ich, es ist ein massiver Druck sich selbst vorzunehmen, dass DIESES Jahr JETZT das BESTE und TOLLSTE wird und man ENDLICH das erreicht, was man immer schon erreichen wollte. Dass dieses Jahr GANZ ANDERS wird. Fragt euch lieber – warum hat es denn bisher nicht geklappt? Woran ist es gescheitert? Versucht dies zu ergründen und zu lösen, dann werdet ihr euer Ziel sowieso erreichen. Ohne sich diesen massiven Druck und Stress am 1.1. aufzuhalsen.

Ganz nach einem von Birgit und meinem liebsten Mottos “progress, not perfection” starte ich also ganz entspannt ins neue Jahr. Und freue mich auf was 2018 bringen wird.

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1 Kommentar

  1. Reini
    1. Januar 2018 / 21:10

    Sehr schön geschrieben. Danke, jetzt freut es mich noch mehr, meine Ziele weiter zu verfolgen, nur mit einer etwas anderen Sichtweise! Weiter so…👍🏼😊😊😊💪🏼

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