Pre-Workout-Food – notwendig oder überbewertet?

Zugegeben, ich habe zum Teil ein bisschen das Gefühl das viele Menschen sich ein bisschen zu viele Gedanken darüber machen, was sie vor (sowie nach und am besten während) dem Training zu sich nehmen. Was Sinn macht und was nicht, darüber möchte ich heute in diesem Blogpost schreiben. Gleich mal vorneweg – ja der Körper funktioniert nach gewissen physikalischen und chemischen Gesetzen die bei jedem gleich ablaufen. Nichtsdestotrotz sind wir alle wahnsinnig verschieden und auch bei diesem Thema gibt es kein „one size fits all“.

Ich nehme jetzt mal die Birgit und mich als Beispiel her, denn wie so oft haben wir passenderweise ganz verschiedene Standpunkte. Die Birgit kommt wahnsinnig gut damit aus in der Früh länger nichts zu essen. Sie braucht nicht gleich nach dem Aufstehen eine Mahlzeit, sondern kann auch mal ein paar Stunden am PC sitzen, bevor es dann mal ans Frühstück geht. Dementsprechend funktionieren für sie auch Workouts auf nüchternen Magen sehr gut. Ich wiederum wache in der Früh auf und habe Hunger. Ohne Frühstück trainieren zu gehen wäre für mich eine Qual und meine Leistung wäre im Keller. Was ich damit sagen will – lass dich nicht davon irritieren was andere sagen, sofern du schon eine Methode gefunden hast, die für dich funktioniert!

So, jetzt aber kurz dazu, was denn beim Training passiert. Die Arbeit der Muskeln während dem Training verbraucht Energie und diese muss durch den Organismus bereitgestellt werden. Unser Körper ist da ziemlich effizient und sofern wir ihm insgesamt genügend Energie in Form von Nahrung zur Verfügung stellen funktioniert dieser Stoffwechsel einwandfrei. Natürlich gibt es irgendwo Grenzen, wir können nicht endlos lange mit derselben Intensität trainieren, irgendwann versagen die Muskeln. Aber sofern wir in Summe genug essen, könnten wir trainieren ohne uns davor über eine Mahlzeit Gedanken zu machen.

In der Praxis ist es aber so, dass viele Menschen sich beim Training leichter tun wenn sie nicht mit knurrenden Magen losstarten, sondern eine Kleinigkeit vorher essen. Das macht auch Sinn, denn Kalorien sind nunmal Energie und speziell Kohlenhydrate können vom Körper sehr schnell verwertet werden. Eine Banane oder ein kleines Müsli zum Beispiel sind schnelle Energiequellen, die sich positiv auf das Training auswirken können. Wenn du das Gefühl hast du wirst beim Training schnell schlapp und dir geht die Kraft aus empfehle ich dir es mal mit einer kleinen Mahlzeit davor zu versuchen. Meine liebsten Pre-Workout-Snacks verrate ich dir unten.

Insgesamt kommt es auch sehr auf die Art und Intensität des durchgeführten Trainings an. Vor einer Crossfit Session wo ich weiß es wird hart und eventuell sogar bis zum Muskelversagen trainiert brauche ich eher eine Mahlzeit vorher, als wenn ich eine gemütliche Runde joggen gehe. Einen Energieriegel essen, sich 30 Minuten am Crosstrainer stellen und danach einen Eiweißshake trinken führt in etwa zu einer Bilanz von +300 Kalorien die einfach gar nicht notwendig wären.

Mein Rat an dich ist: probier aus, was für dich funktioniert! Wenn du super zufrieden mit deiner Leistung im Training bist, dann ändere nichts daran. Wenn du bisher nüchtern trainiert hast und das liebst, dann mach es weiter. Wenn du auf leeren Magen keine Kraft hast und es nicht magst während dem Training hungrig zu sein, dann iss vorher einen Snack. Idealerweise bis zu 30 Minuten vor Beginn, wobei ich selbst auch schon aus Zeitgründen kurz vorm Training Müsliriegel gegessen habe und damit keine Probleme habe.

Für mich funktioniert in der Praxis am besten vorm Training einen Kaffee oder Matcha Latte zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen. Meine liebsten Optionen sind:
Cliff Bars
Banane + 1 Löffel Nussmus
Vollkorntoast mit Erdnussbutter und einer halben Banane
Joghurt + Obst
2 Medjool Datteln + 1 Apfel
Vollkorntoast mit Humus
Banane + 1 Stück dunkle Schokolade
Eine kleine Handvoll Nüsse + Obst

Wenn du noch Fragen zu diesem Thema hast melde dich. Und lass mich gerne wissen, ob und was du vorm Training am liebsten isst 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.