Liebe Andrea… || Soul Flow Workshop, 20.1.2018 Wien

Über einen Workshop wie dem Soul Flow von Andrea Morgenstern objektiv und nüchtern zu schreiben, kann einfach nicht gut gehen. Es wird der Sache einfach nicht gerecht. Mehrmals habe ich mich nun hingesetzt und angefangen, das Erlebte für euch niederzuschreiben, doch es wollte mir nicht gelingen. Zu banal, ja nahe zu unwesentlich fühlte sich jeder Satz an, der nur mit größter Mühe und Anstrengung den Weg aus meinen Fingern über die Tastatur ins MacBook finden wollte. Denn wen interessieren denn bitte wirklich die örtlichen Begebenheiten, die angewandten Materialien, die Tatsache, dass die Soundanlage nicht funktionieren wollte und die sonderbaren Umstände, die im Endeffekt dazu geführt haben, dass ich am 20.1.2018 einen Tag erleben durfte, der für mich etwas in Bewegung gebracht hat, was mein Leben auf eine Art und Weise verändert und bereichert hat, wie ich es mir zum gegeben Zeitpunkt nicht habe vorstellen können. Als mir die Idee kam, meine Worte direkt an Andrea zu richten, floß das geschriebene dann jedoch wie von selbst! Und deswegen gibt es nun einen offenen Brief, von mir an Andrea, und ich hoffe, dass ihr damit statt nüchterner Info ein intensives Gefühl (!) dafür bekommt, was und wie ein Soul Flow mit und von Andrea Morgenstern sein kann. Nicht alles davon wird Sinn für dich machen, manches findest du vielleicht sogar lächerlich oder doof. Das macht aber nichts. Denn nicht jedes (geschriebene) Wort ist für jeden Leser bestimmt. Also, without any further ado, here we go:

 

Liebe Andrea,
Manche Erfahrungen wollen ganz einfach gemacht werden. Und eine, die sich mir durch dich aufgedrängt hat, haben wir diese Zeilen zu verdanken. Aufgedrängt deswegen, weil es Situationen gibt, die ich gezielt meide. Das ist weder gut, noch ist es schlecht. Ich bin mir dieser Dynamik bewusst und es ist, wie es ist. Vergangene Woche kam ich aber in den Genuss, an deinem längst ausgebuchten Soul Flow Workshop teilzunehmen. Ein Genuss, für den ich mich niemals „aus freiem Stück“ und „aus eigenem Antrieb“ entschieden hätte. Versteh mich nicht falsch: nicht, weil ich denke, du machst deine Sache nicht gut — das Gegenteil ist der Fall — und deswegen wollte ein Teil von mir lieber nichts damit zu tun haben. Die Angst vor dem Unbekannten, Situationen und Begebenheiten, die längst Vergessenes und gut Verborgenes freilegen ist groß. Der innere Manager wehrt sich vehement und möchte genau das lieber nicht erleben. Denn mein Manager hält die Show am Laufen. „Don’t change a running system“ ist sein bewährter Leitsatz und sein Lebensmotto! Und unsere Schatten sollen bitte bleiben wo sie sind: im Dunklen, denn dort kann sie keiner sehen. Menschen wie du, Andrea, und Situationen wie dein Soul Flow Workshop, die versetzen diesen Teil in Panik. Und die Kombination der beiden: höchst bedrohlich für jeden anständigen Manager und all jene, die nicht vorhaben, den ihrigen allzubald, falls überhaupt, zu entlassen.

Liebe Andrea,
Manche Erfahrungen wollen ganz einfach gemacht werden. Und als du mich gefragt hast, ob ich an deinem Workshop teilnehmen möchte und kann, war meine Freude an dir und der Wunsch, dich wieder zu sehen, für einen kurzen Augenblick lauter und größer als das konsequente Schaffen des Managers. 2 Tage später sitze ich mit dir und 15 anderen Frauen in einem wunderschönen, lichtdurchfluteten Seminarraum, der unweigerlich an eine gläserne Blockhütte erinnert. Vor jeder von uns liegt ein kleines buntes Notizbuch, das schönste Klemmbrett der Welt und ein dazu passender Bleistift, sowie ein Stapel liebevoll gestalteter Arbeitsblätter und +8 Stunden angeleitete Selbstreflexion.

Liebe Andrea,
Manche Erfahrungen wollen ganz einfach gemacht werden. Und theoretisches Wissen ist gut, ersetzt jedoch niemals die praktische Umsetzung. Und auch ein bekennender Kopfmensch wie ich darf sich irgendwann eingestehen, dass Verstehen nicht alles ist und ins Handeln kommen schlussendlich der oh so offensichtliche Schlüssel zu Veränderung und Weiterentwicklung ist. Als Spirit-Junkie und Fangirl der großen (und kleinen) Lehren und LehrerInnen der Persönlichkeitsentwicklung waren mir deine Inhalte restlos bekannt. Das heißt aber nicht, dass in deinem Workshop nichts für mich zu holen war. Wahrlich nicht.

Liebe Andrea,
Manche Erfahrungen wollen ganz einfach gemacht werden. Schwächen und Stärken, Status Quo, Motivatoren, Wünsche und Zukunftsvisionen NIEDERZUSCHREIBEN, war eine, die ich bis jetzt gekonnt ausgelassen hatte. Doch wer kennt das nicht? Scheint ein Gedanke im Kopf noch völlig klar, erweist er sich beim Versuch des Ausformulierens als völlig wage und konfus. Ins Tun kommen, handeln, umsetzen, aufschreiben, aussprechen, ansprechen, ansehen, einsehen, zugeben, zugestehen. Aufschreiben, aussprechen, ansprechen, ansehen, einsehen. Gruppendynamik. Alle machen mit! Gerade noch mein größter Horror, stellt es sich dann als jene Welle heraus, auf der ich mit Höchstgeschwindigkeit in Richtung Freiheit surfe. Denn ALLEINE hätte ich DAS nicht geschafft. Aus dem Dunklen, in den Kopf, an die Oberfläche und durch die Hand auf’s Papier, weiter ins Licht. Gewillt, gesehen zu werden. Bereit, für den nächsten Schritt.

Liebe Andrea,
Manche Erfahrungen wollen ganz einfach gemacht werden. Und für jene, die du mir ermöglicht hast, möchte ich mich von ganzem Herzen bedanken. Das Erlebte lässt sich weder in Worten noch durch Geld aufwiegen. Maximal meine Dankbarkeit für das, was du tust und durch dich wirkt, kommt dem gleich, was ich aus diesem Tag mitnehmen durfte. Ein ganz wichtiger und großer Schritt war gegangen und die nächsten, vielleicht noch größeren, folgten beinahe unmittelbar.

 

Danke.

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